Oktober 2, 2015 by Christian in Allgemein, Rücksicht rettet Leben, Wildtiere 0 Kommentare 1923

Mitten auf der Fahrbahn, völlig regungslos – so hat ein Aktivist von tierretter.de vor wenigen Tagen einen Igel auf einer Landstraße bei Münster gefunden. Glücklicherweise hat das Auto, dass hinter dem Wagen des Tierschützers fuhr, das Ausweichmanöver erkannt und konnte so auch ausweichen.

Wenn wir verletzte Tiere auf der Fahrbahn entdecken, halten wir es für unsere Pflicht anzuhalten um genau nachzusehen, was passiert ist. Sollte ein Tier leider verstorben sein, ist es sinnvoll, den leblosen Körper ein Stück abseits der Fahrbahn zu legen, damit Beutegreifer nicht zusätzlich auf die Straße gelockt werden und ebenfalls Gefahr laufen überfahren zu werden.

Bei dem Igel hat diese Aufmerksamkeit sein Leben gerettet, da er zum Glück keine größeren Verletzungen hatte. Zur Sicherheit wurde der Igel dennoch bei der Anidoc-Tierarztpraxis in Münster untersucht, mit dem Befund, dass der kleine Igel eine aufgrund eines Schnupfens eine Weile unter Beobachtung bleiben sollte um ihn medikamentös zu stabilisieren. Wenige Tage später konnte der Igel, fit gemacht für seinen natürlichen Lebensraum „Wildnis“, erfolgreich ausgewildert werden und hat hoffentlich noch ein langes Leben.

Warum veröffentlichen wir immer wieder auch diese kleinen, eigentlich selbstverständlichen Geschichten?

Es ist leider nicht für jeden selbstverständlich, bei einem verletzten Tier anzuhalten und Hilfe zu leisten. Menschen bauen Straßen und Städte und zerstören damit den natürlichen Lebensraum der Tiere, deren einstiges Zuhause heute oft lebensbedrohliche Orte darstellen. Ist es nicht die Pflicht eines jeden Menschen gerade dort Hilfe zu leisten, wo der Mensch selbst Verantwortung trägt?

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Anidoc-Tierarztpraxis und alle Menschen, die im Strassenverkehr Rücksicht auf Tiere nehmen!

Weitere Infos zu Tieren im Strassenverkehr findet ihr hier:

RÜCKSICHT RETTET LEBEN

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